Die ausländischen Direktinvestitionen steigen um 114,4%
September 2011
Im ersten Quartal 2011 stiegen die ausländischen Brutto-Direktinvestitionen in Spanien um 114,4% gegenüber dem Vorjahr an.
Damit betrugen sie laut Register für ausländische Investitionen des Ministeriums für Industrie, Tourismus und Handel rund 7,3 Mrd. Euro.
Es handelt sich um den dritten Anstieg in Folge, durch den steigende Tendenz der in Spanien getätigten Investitionen gefestigt wird. Die Netto-Investitionen (Bruttoinvestitionen abzüglich der Desinvestitionen) stieg um 108,6% auf 6,8 Mrd. Euro an. 94,25% der ausländischen Investitionen konzentrierte sich in ETVE-Gesellschaften (Entidades de Tenencia de Valores Extranjeros, es handelt sich hierbei um Holdings mit besonderen Steuervorteilen in Spanien), und stieg damit um 182,9% an, wobei fast alle Investitionen in nicht an der Börse vertretene Unternehmen flossen. Hauptempfänger in diesem Quartal war der Sektor der kabellosen Kommunikation mit einem Anteil von 58,6% am gesamten Investitionsvolumen.
Hauptinvestor war Frankreich mit 63,9%, mit Abstand gefolgt von Groβbritannien mit einem Anteil von 9,8% am gesamten Investitionsvolumen.
Umgekehrt stiegen im ersten Quartal 2011 die spanischen Investitionen im Ausland brutto um 20,5%, auf 6,4 Mrd. Euro an und erreichten netto nach einem Anstieg von 265,9% rund 3,4 Mrd Euro, wobei dieser Entwicklung negative Zahlen des Jahres 2010 vorausgingen. Die Konkurse beliefen sich auf 2,9 Mrd. Euro, womit sie um 60,5% unter denen von 2010 und weit unter dem Quartalsdurchschnitt der Jahre 2009 und 2010 lagen.
Die Investitionen konzentrierten sich zu 95% in produzierenden, nicht ETVE-Gesellschaften. Die Investitionen in Gesellschaften, die nicht an der Börse gehandelt werden, nahmen allerdings um 63% ab, und die Netto-Investitionen waren negativ. Hierdurch wird das Gewicht der Konkurse in diesem Bereich deutlich, sei es zur Sanierung der Bilanzen oder um an flüssige Geldmittel zu gelangen. Die Investitionen in an der Börse vertretene Gesellschaften war mit einem Wachstum von 1.286% sehr positiv.
Lässt man die ETVE-Gesellschaften auβen vor, flossen 71% der Investitionen in den Bankensektor, wobei auch die Konstruktion von Wohngebäuden mit 7,8% und dem Aufbau von Strom- und Telekommunikationsnetzen mit 6,6% von Bedeutung waren. Hauptempfängerland war die Türkei mit 68,2% dieser Investitionen, gefolgt von Brasilien mit 9,6% und Deutschland mit 7,8%.
« Zurück



