Export und qualifizierte Arbeitplätze
Mai 2010
Unternehmen, die in ausländische Märkte investieren, schaffen stabilere und besser qualifizierte Arbeitplätze ...
Eine AFI- und ICEX-Studie zeigt, dass internationalisierte KMUs produktiver sind und den Prozess der wirtschaftlichen Erholung anführen.
Laut der Studie, „Internationalisierung, Beschäftigung und Modernisierung der spanischen Wirtschaft“ die vom Spanischen Institut für Außenhandel (ICEX) und „Internationalen Finanz-Analysten“ (AFI) erstellt wurde, sind diejenigen Unternehmen, die ins Ausland expandieren, die mit der größten Belegschaft und die, die stabilere und besser qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Die Studie über exportierende Unternehmen, und jene Unternehmen, die im Ausland Fuß fassen, zeigt, dass internationalisierte KMUs produktiver und wettbewerbsfähiger werden. Dank ihrer geografischen Streuung trotzen diese Unternehmen stärker dem zurückgehenden Konsum und führen den Weg zur wirtschaftlichen Erholung an.
Exporte, Kooperationsverträge, Joint Ventures und die Gründung oder der Erwerb von Unternehmen in anderen Ländern sind Internationalisierungsmuster, die positive Netto-Auswirkungen auf die inländische Beschäftigung haben. Es wird geschätzt, dass es in Spanien derzeit rund 6,5 Millionen Arbeitsplätze gibt, die im Zusammenhang mit der Produktion von für den Export und ausländische Märkte bestimmten Waren und Dienstleistungen entstanden sind. Dies entspricht etwa 26 Arbeitnehmern pro Million Euro des exportierbaren BIPs.
Besser qualifiziert und produktiver
Aus den Daten können wir ablesen, dass der Personalstamm der spanischen Unternehmen, die in ausländische Märkte investieren, fünf Mal größer ist, als der Personalstamm derer, die nicht im Ausland operieren. Des Weiteren sind die Aus- und Fortbildungsausgaben, die die ausführenden Unternehmen aufbringen, mehr als doppelt so hoch. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sind viermal so hoch.
In der Tat ist die Produktivität pro Mitarbeiter der exportierenden oder im Ausland investierenden Unternehmen im Durchschnitt 77% höher als die der Unternehmen, die dies nicht tun.
Laut der Daten über das Perfil de la Empresa Exportadora, das jährlich von der ICEX erstellt wird, erfuhren die Firmen, die im vergangenen Jahr exportiert haben, trotz der Krise ein deutliches Wachstum von 6,4%. Darüber hinaus ist die Zahl der regelmäßigen Exporteure, die mindestens vier aufeinander folgende Jahre exportiert haben, bei etwa 40.000 geblieben.
Das hohe Niveau der Wettbewerbs-und Innovationsfähigkeit dieser Unternehmen ist es, dem Spanien seinen hohen Marktanteil im weltweiten Außenhandel der letzten Jahre, im Zuge der Entstehung großer Schwellenländer, wie Indien und China, zu verdanken hat. Exportstrategien aber kann man nicht improvisieren, sie müssen geplant, strukturiert werden und eine langfristige Präsenz des Auslandsgeschäfts voraussetzen: eine Reise, die die meisten KMUs nicht alleine gehen können und die die maximale Unterstützung von Institutionen und Sachverständigen benötigt.
Bewertung von Politik und institutioneller Zusammenarbeit
Um den spanischen Auslandssektor als Motor der wirtschaftlichen Erholung Spaniens zu konsolidieren, ist es notwendig, die Basisausfuhr mit der größten Intensität zu erhöhen, was mit der Unterstützung der Öffentlichkeit und der Institutionen am effektivsten erreicht werden kann.
In diesem Sinne ist eine der wichtigsten Empfehlungen des ICEX- und AFI-Berichts, die öffentliche Politik detailliert zu bewerten: sowohl die Regierung in Madrid, als auch die Regierungen der Autonomen Regionen, darüber hinaus die institutionellen Einrichtungen und Unternehmensverbände.
Es ist klar, dass die Internationalisierung der spanischen Unternehmen und der spanischen Wirtschaft eine wichtige Rolle auf dem Weg zur Stabilisierung des spanischen Arbeitsmarktes spielen. Dies wird die Schaffung von qualitativ hochwertigeren und somit stabileren Arbeitsplätzen fördern. Gleichzeitig würde dies, aufgrund der gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit und neuer Innovationskraft, die Modernisierung der spanischen Wirtschaft begünstigen.
Eine Strategie zur Zusammenarbeit auf allen Ebenen festzulegen, würde alles, was bisher erreicht wurde, sichern, und die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und die Schaffung von Wohlstand bedeuten.
*Quelle:ICEX



